Day 70 bis 84

Wir wurden am ersten Tag nicht enttäuscht, das Wetter in San Diego war hervorragend, bei beinahe 30 Grad spazierten wir den Pazifik entlang, genossen die gelassene Atmosphäre und liefen auf einem der vielen Piere am Strand hinaus aufs Meer. 

Leider hielt unser Wetterglück nicht für die ganze Zeitdauer, so hatten wir ab dem zweiten Tag Wolken und ein wenig Regen (der erste Regen im Jahr 2014 - super Timing...). Wir liessen uns jedoch nicht beeindrucken und machten uns auf in Richtung Grenze. Für den Tag war nämlich ein Ausflug in die Drogenhauptstadt Tijuana angesagt! Wir hatten Glück und es gab an diesem Tag keinen Regen. Und Tijuana ist, was es verspricht. Die Gebäude, Infrastruktur und Lebensqualität ist schäbig, Alkohol billig und Drogen leicht zu bekommen. Es gibt eine Strasse unweit der Grenze an welcher Touristen empfohlen wird, sich zu bewegen. Um dorthin zu gelangen muss jedoch ein Bus genommen werden. Nachdem wir uns durch die unzähligen Taxifahrer und Verhandlungswütigen Verkäufer gekämpft hatten, mussten wir erst einmal die Busstation ausmachen. Es gab einen grossen Parkplatz auf welchem ein paar Busse rumstanden, wir gingen davon aus das dies der Busbahnhof sein muss. So weit so gut, leider hatten wir wiederum keinen blassen Schimmer, welcher Bus nun genommen werden sollte. Die Busse waren nämlich weder angeschrieben, noch zu unterscheiden. Es gibt keinen Fahrplan, jeder Fährt sobald er der Meinung ist die Zeit ist gekommen. Der Busfahrer telefonierte während der ganzen Fahrt und von Fahrstil fangen wir gar nicht erst an zu sprechen... Ansonsten war Tijuana eine Erfahrung, aber auch nicht mehr. Es gibt nicht viel zu sehen oder zu tun, wer zu viel erwartet wird enttäuscht. 

Lediglich zu erwähnen ist, dass wir an der Grenze in Richtung Amerika mit hunderten weiteren Menschen über eine Stunde (und das scheint ein ruhiger Tag gewesen zu sein) angestanden sind um in die USA zurückzukehren, während es auf der anderen Seite der Grenze lediglich ein Drehkreuz gibt, um nach Mexiko zu gelangen. Unsere Wartezeit wurde noch verlängert durch einen jungen Herren vor uns, welchen die schwergewaffneten Grenzkontrolleure nach der Passkontrolle vor allen anderen in Handschellen legten und in ein Nebenzimmer abführten. 

Die nächste Station war Long Beach in der Nähe von Los Angeles. Wir hatten ein etwas heruntergekommenes, schmuddeliges Zimmer bei einem Ex-Militär über AirBnB gebucht. Wir bekamen ihn kaum zu Gesicht und verbrachten die meiste Zeit an der Strandpromenade von Long Beach und in den zahlreichen Bars auf und um den Pier. An einem der Abende gerieten wir sogar versehentlich mitten in eine gross angelegte Polizei Suchaktion. In einem der zahlreichen zwielichtigen Quartiere in und um Long Beach wurden alle Strassen mit Polizeiwagen und Cobs gesperrt, sogar ein Polizeihelikopter mit riesigem Scheinwerfer durchsuchte das komplette Gebiet. Was passiert ist, konnten wir nie erfahren. Am zweiten Tag besichtigten wir das ehemals grösste Passagierschiff der Welt, die Queen Mary. Erbaut im Jahre 1929 dient sie heute als Hotel und Zeitfenster in eine längst vergangene Zeit. Des Weiteren konnte man ein originales Sowjetisches U-Boot (wie die Amerikaner wohl dazu kommen...?) aus Zeiten des kalten Krieges besichtigen. Es ist schon ein sehr beängstigendes und beengendes Gefühl, sich in dieser kleinen und engen Blechbox zu befinden und man sich nur vorstellt, das zu Betriebszeiten dieses U-Boot 300m Tiefe erreicht hat. 

Am Folgetag war schon wieder Transfer angesagt, dieses Mal in Richtung Hollywood, wo wir ein Hostel gebucht haben. Der erste Tag wurde vom traurigen Fakt überschattet, dass wir unseren geliebten Nissan, der uns immerhin 9'300km und 47 Tage lang treu gedient hat abgeben mussten. Nach einer kurzen Schweigeminute traten wir den schweren Schritt an, gaben die Schlüssel ab und uns in die Hände der unzuverlässigen und vor allem mühsamen Öffentlichen Verkehrsmittel in den USA. Und wir wurden nicht enttäuscht. Die Strecke, welche mit dem Auto ein wenig mehr als 30min in Anspruch nahm dauerte nun fast 2 Stunden. Und die Gesellschaft in diesen Bussen würde man sich auch nicht freiwillig aussuchen. So dauerte es nicht lange und die erste verwirrte Frau begann lauthals zu singen während ein weiterer Herr Streitgespräche im Monolog führte. 

Endlich an unserem Hostel angekommen nahmen wir an einem Pub Crawl teil, wo wir einige Mitbewohner kennenlernten und auch schon ein erstes Mal das Nachtleben von Hollywood erkundeten. Die Leute im Hostel waren wirklich sehr offen, zugänglich und meistens Australier. Am nächsten Tag planten wir uns das Endspiel der Major League Soccer in einem Pub mit einem Amerikaner, den wir kennengelernt haben, zu schauen. Wir waren immer noch ziemlich in Mitleidenschaft gezogen vom Pub Crawl und das Spiel startete unglücklicherweise bereits um 12:30. So schleppten wir uns um 11:30 ins Pub und bestellten als erstes etwas fettiges zu essen und Cola. Da wir alle immer noch ein wenig müde waren blieben wir nach dem Spiel einfach sitzen und bestellten ein Bier und schauten weiter Football. Dieses eine Bier schmeckte so gut das wir noch ein weiteres bestellten und noch ein nächstes Spiel schauten, bis wir schlussendlich den inoffiziellen Barrekord aufstellten und die Bar um 00:30 wieder verliessen. 

Am Montag nahmen wir uns dann vor, endlich wieder einmal etwas zu unternehmen und so nahmen wir an einer Hollywood Rundfahrt teil, welche uns in die Nähe des Hollywood Signs und die Häuser der Stars brachte. Wir hatten jedoch noch einen grossen Programmpunkt vor uns, bevor wir Hollywood verlassen wollten, nämlich die Universal Studios. Dort wo die grossen Hollywood Produktionen und Filme gedreht werden wollten wir hin und erworben zwei sehr teure Tickets für den Themenpark. Wir konnten per Trolleybus durch die Studios fahren wo einst John Wayne seine Western drehte, wo Spiderman berühmt wurde und das CSI Mordfälle löst. Es wurden sogar einige echte Special Effects vorgeführt, so befanden wir uns inmitten einer U-Bahn Station, welche durch ein Erdbeben zum Einsturz gebracht wurde und inmitten der sehr authentisch animierten 3-D Welt von King Kong. Auch die Transformers hatten ihren Platz mit einer schwer beeindruckenden ebenfalls 3-D animierten Show, in welcher man selbst die Rolle eines Transformers einnimmt. Der Schluss bildete eine gigantische Show mit Stuntmen aus grossen Filmen wie Guardian of the Galaxy oder der Serie The Walking Dead. Diese hochexplosive Show endete damit, das fast die halbe Bühne gesprengt wurde und während der Show sogar ein ganzes Kleinflugzeug in die Arena krachte. Hollywood at it's best...

Am nächsten Tag hiess es dann auch schon wieder Abschied nehmen und zusammenpacken in Richtung Flughafen und Bahamas. Da wir einen Nachtflug gebucht hatten verbrachten wir den Tag noch an Santa Monica Beach und Venice Beach. Und auch dort wurde uns nicht langweilig. So ist es weitgehend bekannt, dass der Pier von Santa Monica nach wie vor ein beliebtes Freizeitziel der berühmten Hollywood Stars ist. Dies wurde uns eindrücklich bewiesen als wir den leibhaftigen Orlando Bloom, bekannt aus Filmen wie Fluch der Karibik, Herr der Ringe oder Kingdom of Heaven, direkt neben unserer Burgerbude durchspazieren sahen. Er genoss ein paar ungestörte Augenblicke mit seinem Sohn und wir konnten L.A. mit dem ruhigen Gewissen verlassen, nicht nur über Stars zu sprechen sondern auch den Stars von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen. 

Endlich auf den Bahamas angekommen bot sich das erwartete traumhafte Bild. Das Resort befindet sich direkt am Meer und der schneeweisse Strand wird gesäumt mit Palmen, kleinen aus Palmblättern gestalteten Unterständen, All-Inclusive Restaurants und natürlich Strandbars. Wir hatten das Super-Inclusive Paket gebucht, das heisst alle Getränke und alle Mahlzeiten umsonst. Wir liessen es uns also die nächsten Tage richtig gut gehen und genossen die meiste Zeit beim Tennis oder am Pool.

Morgen geht es schon wieder weiter an unsere allerletzte Station, nämlich in Richtung Miami.

Day 67 bis 69

Am Donnerstagmorgen war Check-Out und Verabschiedung von unserer Suite angesagt. Ein wenig wehmütig räumten wir das Zimmer und machten uns auf in Richtung Old Town Las Vegas und dem Golden Nugget Casino & Hotel. Wir hatten nämlich spontan entschieden, dass wir noch nicht genug von Vegas haben und uns noch für eine Nacht in Downtown einquartiert. Den Großteil des Tages verbrachten wir dann in einer Bar direkt im Casino, wir mussten nämlich noch auf unseren Check-In warten. Zu unserem Glück war diesen Donnerstag Thanksgiving und um dies zu feiern sendet der Amerikaner den ganzen Tag lang Football im Fernsehen. Wir hatten also einen durstigen Tag an Bar wo wir wieder merkten, wie zugänglich und offen Amerikaner neben ihrer teilweise ignoranten und verklemmten Art sein können. Wir kamen sehr leicht mit anderen Barbesuchern ins Gespräch und führten das eine oder andere interessante Gespräch. 

Am Abend zog es uns noch ein letztes Mal in das Nachtleben von Las Vegas. Wir besuchten noch einmal die Spielhöllen aus Downtown, begutachteten die letzten uns noch unbekannten Winkel der Stadt und genossen die gelöste Stimmung in Sin City.

Am nächsten Morgen hiess das Ziel Barstow, wo wir eine Nacht Halt machten auf unserer Fahrt nach San Diego. Nach einem allerletzten Besuch im Golden Nugget Casino machten wir uns auf den Weg in Richtung Pazifik. Wir fuhren also die teilweise Achtspurige Pipeline vollgestopft mit Spielwilligen und vom Spiel geläuterten von LA nach Vegas mitten durch Wüste und Karge Landschaft.

Am Samstagmorgen ging es früh von Barstow auf nach San Diego, genauer gesagt ins Qualcomm Stadium, der Heimat der San Diego Aztecs. Wir hatten nochmals Tickets für ein Footballspiel organisiert, dieses Mal aus der College League. Das Spiel an und für sich war bald entschieden, die Atzces gewannen Haushoch 38-0 gegen die San José Spartans. Das ganze Drumherum, die Menschen, deren Begeisterungsfähigkeit und die Riesen Party die an jedem Spiel gefeiert wird. 

Von der Hitze ermüdet richteten wir uns in unserem Hotel hier in der Nähe des Strandes von San Diego ein, und planten die folgenden Tage hier unter der Sonne von Kalifornien.

Day 57 bis 66

Am nächsten Tag hatten wir nicht sehr viel geplant, wir fuhren lediglich in den Wupatki Regional Park, um dort die alten Pueblos der Indianer zu besichtigen. Und wir wurden positiv überrascht. Das Zentrum des Parks besteht aus einem ehemaligen Vulkan, welcher um 1100 ausbrach. Die Folgen dieses Ereignisses prägen das gesamte Landschaftsbild nach wie vor entscheidend mit, das ganze umliegende Areal von immerhin 2'400 km2 ist bedeckt mit schwarzer Vulkanasche auf welcher Büsche, Bäume und Wüstengras wachsen. Ebenfalls sieht man die versteinerter Lavaflüsse noch heute und kann sogar darin spazieren gehen. Ein wenig später befanden wir uns schon inmitten der Wüste und konnten die Ruinen der ehemaligen Behausungen von Pueblo-Indianern auf eigene Faust erkunden. Die Steinhütten sind erstaunlich gut erhalten, man kann sich ein Leben an diesem unwirtlichen Ort inmitten der Wüste vor einigen tausend Jahren aber nur schwer vorstellen. Es weht ein ziemlich kühler Wind und das Areal ist zwar von Vulkanasche genährt, jedoch die Bedingungen für Landwirtschaft wegen der Sonne und Trockenheit doch eher suboptimal. Wir waren also froh als wir wieder zurück in unser Auto steigen und bei Smash-Burger unser Abendessen einfach und ohne Aufwand geniessen konnten.

Die nächste Station auf unserer Reise in Richtung Las Vegas war Phoenix. Wir hatten uns per AirBnB bei Gary in seinem Einfamilienhaus eingemietet. Das Angenehme hierbei war, dass von den vier Tagen, die wir dort verbringen wollten, Gary an den letzten zwei Tagen gar nicht anwesend sein wird und für Thanksgiving nach Seattle reiste. Das heisst wir hatten für zwei Tage und weniger als 20 Dollar pro Nase und Nacht ein ganzes Haus zur freien Verfügung. Wir nutzten dies und vergnügten uns mit den vielen Spielsachen, welche Gary in seinem Haus untergebracht hat. Von Nintendo Wii und Xbox, über Tischtennis, Darts und Pool bis hin zum grosszügigen Garten hat er alles, was das Männerherz begehrt. So wurde uns auf jeden Fall nicht langweilig und verbrachten ein paar schöne und gemütliche Tage in Phoenix.

Als es am Sonntag endlich auf in Richtung Sin City ging, waren wir beide sehr gespannt was uns erwarten wird. Wir fuhren also durch die Wüste, über Berge, Flüsse und durch Täler bis sich wie aus dem Nichts die Lichthauptstadt der USA vor uns erstreckte. Wir waren überwältigt von den Riesen Bauten, welche sich am Strip aneinanderreihten und jedes einzelne beinahe ein ganzes Dorf beherbergt. So gibt es in unserem Hotelkomplex, dem Mandalay Bay Resort, einen ganzen Food Court, wo man von Starbucks über Burgerbuden bis zum gehobenen Gault-Millau Restaurant alles bietet. Des weiteren gibt es natürlich eine Vielzahl an Bars und sogar einen Nightclub, alles errichten rund um das Zentrum und Herz des Hotels, dem Casino. Es gibt so viel zu sehen, zu tun und erleben das man hier sicherlich ein paar Tage verbringen kann ohne ein einziges Mal einen Fuss vor die Tür setzen zu müssen. 

Wir waren schwer beeindruckt von all dem, was rund um uns passierte und unternahmen einen kleinen Ausflug an den Strip, wo sich all diese Megaresorts konzentrieren. Es ist wirklich wahnsinnig, was sich in dieser Stadt alles abspielt! Es ist eine Stadt ohne Kompromisse, es gibt nichts was zu pompös, zu waghalsig oder zu teuer ist. Es gibt einen Eiffelturm, überdimensioniertes Motorrad welches aus dem Hardrock-Café auf den Strip schiesst, ganze Urwaldlandschaften in den Hotellobbys, eine Freiheitsstatue, eine Achterbahn, begehbare Aquarien mit Haien und noch vieles mehr alles direkt am Strip. Es gibt nichts was es nicht zu kaufen gibt und alles, was das Party und Spielerherz begehrt. Wer bereit ist Geld auszugeben kann jeden Tag neue Dinge sehen, erleben und unternehmen. Umsonst gibt es beinahe nichts. Als die Uhr Mitternacht schlug und endlich beide von uns an Bars willkommen waren machten wir uns auf in eine der Hotelbars, um kurz anzustossen. Wir waren jedoch bald wieder zurück in unserer Suite, um die Atemberaubende Aussicht auf ganz Las Vegas und vor allem den beleuchteten und belebten Strip zu geniessen. Unsere Suite umfasst ganze 57m2, hat ein riesiges Bad mit Fernseher vor der Badewanne, drei Telefone und natürlich ein riesiges Fernsehprogramm. So muss Las Vegas!

Den Geburtstag verbrachten wir dann vor allem in Old Town Las Vegas, wo sich ähnlich dem Strip Casino an Casino und Restaurant an Restaurant reiht, einfach mit nochmals mehr Lichtern, lauterer Musik und schrägeren Leuten, das ganze in Fussgänger-Reichweite. 

Den Folgemorgen verschliefen wir - wie erwartet. Auch vom Rest des Tages sahen wir nicht viel und verbrachten die meiste Zeit in unserer geräumigen Suite. Dennoch hatten wir grosse Pläne für den Rest des Tages, so haben wir uns Tickets für die Show des grossen Magiers David Copperfield organisiert. Und die Show blieb uns nichts schuldig, zu Recht wird Copperfield als grösster Illusionist der heutigen Zeit bezeichnet, die Show war absolut atemberaubend und unglaublich packend! Copperfield zaubert direkt vor, manchmal sogar in und am liebsten mit dem Publikum. Absolut unglaublich der Mann.

 Nach dieser Show planten wir die Casinos etwas abzuklappern und es ein wenig ruhiger anzugehen als am letzten Abend. Als wir jedoch nur voll besetzte Blackjack Tische vorfanden entschieden wir in ein dem Casino des Hotel New York New York angeschlossenen Irish Pub einzukehren. Fehler! Bei Liveband, sehr offenen und kontaktfreudigen Mittrinkern und ausgelassener Atmosphäre fliess der Alkohol wieder und wir fanden uns kurz vor vier Uhr früh vor zwei einarmigen Banditen wieder. Als wir dann sogar noch ein wenig Geld an einem dieser Automaten gewannen entschieden wir, dass der Abend sicherlich nicht noch besser wird und machten uns auf in Richtung Mandalay Bay und unserer Suite.

Als wir am nächsten Mittag erwachten versuchten wir herauszufinden, wie es schon wieder so weit kommen konnte. Ohne auf eine einleuchtende Antwort zu kommen begaben wir uns in Richtung Food Court und verbrachten einmal mehr einen ruhigen und gemütlichen Tag in der verrücktesten Stadt der USA.

 

Day 53 bis 56

Am Tag nach unserer Canyoning Tour plagte uns - wer hätte das voraussehen können - ein ziemlich fieser Muskelkater. Dementsprechend passten wir unser Tagesprogramm an und nahmen es sehr locker um weiter nach Page zu kommen. Bis wir schlussendlich dort ankamen war es dann schon beinahe Abend. Wir hatten Glück und konnten für einen Spottpreis in einem sehr schönen Hotel nächtigen, um am nächsten Morgen in Richtung Antilope Canyon aufzubrechen. 

Wir schafften es am Samstagmorgen früh aus dem Bett und besichtigten den sehr eindrücklichen und fotogenen Canyon noch vor Mittag. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, die phantastische Wüstenlandschaft rund um Page zu besichtigen. Man kommt sich dort wirklich wie in einem Western-Film vor, die Rostrote, staubige und trockene Wüste wird durch einzelne, tiefe Canyons gebrochen durch welche sich die Flüsse ihren Weg bahnen. Gesäumt wird dieses flache Landschaftsbild durch karge Hügel und turmartige Gesteinsformationen. Ein Highlight war natürlich der Horseshoe Bend und der 210m hohe Staudamm vor Lake Powell. Vom Moment der Fertigstellung des Staudammes bis zu dem Moment, als der See endlich voll war vergingen Sage und Schreibe 17 Jahre. Dies nur ein einzelner Fakt um einen Eindruck der schieren Grösse und auch Bedeutung für die Umgebung des Dammes zu vermitteln. Unter anderem wird auch unsere nächste Station von diesem Damm massgeblich beeinflusst: der Grand Canyon.

Wir waren gespannt was diese weltbekannte Attraktion zu bieten hat, so fuhren wir am Sonntagmorgen los in Richtung Flagstaff. Dort angekommen planten wir als erstes die kommenden Tage. Wir stellten fest, dass es in der Region um Flagstaff in der Nähe des Grand Canyon National Park sehr viel zu sehen und unternehmen gibt. Wir entschieden somit, unseren zweitägigen Aufenthalt hier um einen weiteren Tag zu verlängern und ab Mittwoch in Phoenix Unterkunft zu suchen bis zum Ende der Woche. Ab dann steht Las Vegas auf dem Programm.

Am ersten Tag in Flagstaff unternahmen wir selbstverständlich den Ausflug zum berühmten Grand Canyon. Und wir wurden nicht enttäuscht. Es ist beinahe unmöglich die Grösse, Weite und Länge der riesigen Schlucht in Worte oder Bilder zu fassen. Die meisten werden dieser Naturgewaltigen Erscheinung einfach nicht gerecht. Man muss sich vorstellen, dass am Rande des Canyons bis zum ersten Boden rund 800 Höhenmeter liegen. Von diesem ersten Boden gehen weitere, kleinere Canyons noch viel weiter in die Tiefe, man blickt also nicht nur über den massiven Grand Canyon, sondern überschaut Canyons in Canyons. Eine wirklich atemberaubende Aussicht.

Day 51 and 52

Am Tag vor unserem grossen Abenteuer stand noch einiges an. Wir starteten mit einem Besuch bei Walmart um Bananen, Power-Riegel und Wasser für den Trip einzukaufen. Danach mussten wir bei den Zion National Park Ranger antraben, um eine Erlaubnis zu organisieren die „Wilderness Zones“ des Parks zu betreten. Diese Zonen machen rund 90% des Parks aus, werden bewusst sich selbst überlassen, beinhalten die meisten Wildtiere und sind nur mit diesen speziellen Permits betretbar.  Als dies erledigt war stand schon der Canyoning Kurs bei unserem Buddy an, dessen Namen wir während drei Tagen nie erfahren konnten. Nach einigen Grundsatzinstruktionen ging es in die Canyons, wo wir uns ein Mal über 10, und ein zweites Mal über ca. 15m teilweise überhängende Felsen abseilten. Nachdem wir dies erfolgreich gemeistert hatten gings zurück zum Shop und wir rüsteten uns mit dem kompletten Gear aus, welches wir auch für den Trip durch die berühmte Subway benutzen durften. Das wars… Wir schienen nun bereit.

Der nächste Tag begann um 05:45 und wir freuten uns von der ersten Minute an auf unsere grosse Wanderung. Wie der Tag verlief, was für Eindrücke wir sammeln konnten und wie wir in hautengen Neopren Anzügen aussehen erfahrt ihr im neuen Video auf der Videoseite… :-)



Day 46 - 50

Der Tag im Yellowstone begann mit den natürlichen heissen Quellen von Mammoth. Wir hatten etwas mehr Pech mit dem Wetter als sonst, es war sehr bewölkt und eine eisige Bise wehte bei Temperaturen knapp über Null Grad. Unter Anbetracht dessen, dass wir uns auf fast 3'000 m.ü.m., ziemlich nahe der Kanadischen Grenze befinden und zudem bereits anfangs November ist, hätte dies eigentlich voraussehbar sein sollen... Nichts desto Trotz machten wir uns wacker weiter auf, die noch nicht geschlossenen Strassen des Yellowstone National Parks zu erkunden. Wir hatten das Glück doch noch einige Gazellen, Rehe, Hirsche, Elche und einige weitere Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Sogar eine kleine Bisonherde kreuzte die Strasse vor uns, was doch schon ein spezielles Erlebnis war. Die grössten Exponenten dieser Herde schafften es mit der Schulter bis über den Rückspiegel unseres SUV's. Solch grossen und gewaltigen Tieren Auge in Auge gegenüber zu stehen macht doch schon ziemlich Eindruck. Leider haben wir es nicht geschafft, einen wilden Bären zu beobachten. Zum Glück hatten wir das in weiser Voraussicht bereits in der Anliegenden "Wildlife Show" vorgeholt.

Am folgenden Freitag freuten wir uns schon, das sehr schöne aber doch ziemlich kalte Gebiet des Yellowstone National Parks wieder in Richtung Süden zu verlassen. Die erste Zwischenstation war Idaho Falls. Das sehr anschauliche und saubere Städtchen hinterliess einen sehr positiven Eindruck bei uns beiden. Das erste Mal hier in den USA konnten wir uns wirklich vorstellen, in dieser Stadt zu leben. Obwohl sie doch etwas weit in der Steppe gelegen ist verströmt sie doch einen gewissen Charme, welcher uns nicht entging. Trotzdem ging es am nächsten Morgen die nächste grössere Strecke vorbei an Salt Lake City in Richtung Provo. Auch dort planten wir nur eine Nacht zu bleiben, um am folgenden Sonntag das Ziel unserer Reise anzusteuern: der Zion National Park.

Zwei Tage nach unserem Aufbruch vom Yellowstone erreichten wir gut 1'000km weiter südlich die weiten Steppen und kargen Felsen der umliegenden Landschaften des Zion National Parks. Wir wohnen in einem 100-jährigen ehemaligen Gutshaus, welches aber sehr hübsch und ansehnlich restauriert wurde. Als erstes fiel uns der markante Temperaturunterschied auf - endlich wieder T-Shirt und kurze Hosen! Der Plan war, über drei Nächte hier zu bleiben um den Nationalpark zu erkunden. 

Am Montag machten wir uns zu einer Erkundungstour auf, um in einem ersten Schritt die Sehenswürdigkeiten und besten Routen zu sichten und für den Folgetag zu planen. Wir hatten von einer Wandertour gehört, welche durch die Schluchten des Parks über Flüsse und Morast führen soll. Wir fanden uns bald darauf in einem Visitor Center um mehr Details zu erfahren. Als wir vom Ranger erfuhren, dass es zwei Routen für diesen berühmten Canyon gibt wollten wir mehr wissen. Eine der beiden Routen wurde uns von ihm empfohlen. Diese führt durch Flüsse und Täler zu einem tunnelartigen Canyon, welcher durchlaufen werden kann und wieder zurück. Die zweite empfiehl er nur erfahrenen Bergsteigern oder Absolventen eines speziellen Canyoning-Kurses, aber nicht normalen Touristen. Diese Route verfügt nämlich über keinen Weg, der Pfad muss selbst gefunden werden. Ca. 60% der Route besteht aus Abseilen von Klippen, schwimmen durch tiefe Flüsse, gehen durch enge Gesteinsformationen, durchwaten von höhlenartigen Stellen und sollte insgesamt 9 - 10 Stunden in Anspruch nehmen. Die Wahl fiel uns somit nicht schwer und kurz darauf verliessen wir das Center mit Visitenkarten von Anbietern dieses Canyoning-Kurses. 

Ein paar Stunden und 155 Dollar später verfügten wir über einen Termin am folgenden Mittwoch beim billigsten Kursanbieter auf Platz. Der Kurs sollte 4h in Anspruch nehmen und danach dürfen wir auch das Equipment benutzen, um am Donnerstag auf eigene Faust den Canyon und die berühmte Subway zu erkunden. Wir freuen uns tierisch! :-)

Den Dienstag verbrachten wir mit der Wanderung in Richtung Angels Landing. Hierbei handelt es sich um einen Aussichtspunkt inmitten des Parks auf einer kleinen Bergkuppe. Die Wanderung dorthin und wieder zurück ist als "sehr schwer" klassifiziert und sollte 4h in Anspruch nehmen. In Anbetracht unseres Programmes für die nächsten Tage konnten wir den gemachten Pfad jedoch nicht mehr wirklich ernst nehmen. Aber wir haben den Weg unterschätzt. 

Ganz anders als gewohnt ist nicht jeder kleinste Felsvorsprung doppelt und dreifach abgesichert und eingezäunt. Es ist alles absolut offen, man kann also jederzeit ungehindert über den vielleicht 30cm hohen Steinwall, welcher den Wanderweg sichert, hinüber in die Schlucht schauen. An einem vorgelagerten Punkt zu Angels Landing steht man direkt auf dem Felsen an welchem sich die 450m tiefe Schlucht auftut und niemand scheint auf die Idee zu kommen, dort ein Geländer oder Fangnetz aufzustellen. Der weitere Weg wurde dann nur noch von der hälfte unserer kleinen Reisegruppe bestritten. Ab diesem Punkt ging es nämlich nur noch über schräge Felsen, gesichert durch ein einziges einsames Seil an welchem man sich beim seitlichen Besteigen des Felsens halten kann weiter in Richtung Angels Landing. Beim Abstieg belächelten wir die Hinweise auf Unterlass eines Besteigen bei Wind, Regen oder Schnee nicht mehr so wie beim Aufstieg. 

Durch all dies ist jedoch unsere Neugierde auf das, was uns in den folgenden Tagen erwarten wird gestiegen und wir können es kaum erwarten, uns für dieses Abendteuer vorzubereiten und auszurüsten. 

 

Day 41 bis 45 - Salt Lake City

Den ersten Tag in Salt Lake City begannen wir mit gemischten Gefühlen, da wir von mehreren Seiten gehört haben, dass die Stadt an und für sich nicht ein Feuerwerk an Entertainment bietet. Wir versuchten jedoch, uns nicht davon beeinflussen zu lassen und machten uns auf, die Stadt ein wenig zu erkunden. Zusammen mit dem Hostel Mitbewohner Florian (Der einzige welcher anderen Menschen nicht aus dem Weg zu gehen schien) kamen wir jedoch relativ bald zum Schluss, dass wir nicht belogen wurden. Die Stadt hat man ziemlich schnell einmal gesehen und die Temperaturen sind schon sehr schweizerisch. Wir flüchteten uns in ein Gratis-Kino, wo den ganzen Tag lang ein Film über die Mormonen, deren Flucht und die Gründung von Salt Lake City durch ebendiese lief. Es war interessant zu sehen, was die Menschen damals dazu trieb in diese Einöde zu flüchten und sich eine neue Existenz aufzubauen. Der Einfluss dieser Gründer ist immer noch spürbar und trägt wahrscheinlich nicht unwesentlich zu der etwas steifen und apathischen Atmosphäre in Downtown bei. Was man Salt Lake City jedoch zugute halten muss ist, dass die Stadt über ein sehr sauberes Erscheinungsbild verfügt, einzelne Orte wie z.B. die Mall sehr schön und solid gebaut sind und so ein sehr aufgeräumtes Bild vermittelt. Aber wie gesagt, man kann es auch übertreiben...

Am Sonntag stand einkaufen, organisieren der nächsten Tage und Football auf dem Plan. Am Abend entschieden wir uns in eine Kino-Bar zu gehen. Mit etwas Glück kamen wir beide an der Eingangskontrolle vorbei und sahen uns den Film Fury bei ein paar Bier an. Der Witz an diesem Kino ist, dass man Essen und Trinken in den Kinosaal bestellen kann und selbstverständlich auch konsumieren. Dies passte uns sehr und probierten uns quer durch die lokale Bierkarte.

Wir hatten von den natürlichen heissen Quellen nur ein paar Kilometer auswärts von Salt Lake City gehört, und da in der Stadt selbst ja nicht viel läuft machten wir uns am Montag auf in Richtung Crystal Hot Springs. Wie sich herausstellte handelt es sich hierbei um das mineralhaltigste Quellwasser der ganzen Welt. Zum Vergleich: die heissen Quellen von Baden im Aargau verfügen über etwas mehr als 2'000 nachgewiesene Mineralien, die Crystal Hot Springs über mehr als 46'000. Wir genossen das entspannende Bad und verbrachten den Rest des Abends im Hostel.

Am letzten Tag in Salt Lake City nahmen wir uns vor, uns die Salzseen anzusehen. Und diese sorgten für einen versöhnlichen Abschluss. Es ist faszinierend, fast einen Kilometer auf dem See hinaus zu spazieren ohne in Berührung mit Wasser zu kommen. Der See hat sich sehr weit zurückgezogen und man kann sehr schön die Spuren der Austrocknung begutachten, bis man endlich das stille und sehr salzhaltige Wasser erreicht. So sind wir vorbei an Salzkristallen, Entenskelette und Salzhügeln gelaufen bis wir endlich das Ufer des Sees, welcher über eine höhere Salzkonzentration als das Meer aufweist, erreichten. Jedoch wehte auch hier eine sehr kühle Bise, welche von den schon schneebedeckten Rocky Mountains auf uns herunterblies und wir entschieden uns, die Rückreise anzutreten.

Am Mittwoch machten wir uns auf den Weg in Richtung Yellowstone National Park, in dessen Nähe wir ein Hotel gebucht haben und den wir uns in den nächsten Tagen etwas genauer anschauen wollen. Auf dem Weg dorthin erinnerte uns doch schon sehr viel an die verschneite Schweiz, so scheinen die Häuser wesentlich besser isoliert, die Strassen von Schnee gesäumt und die Leute in dicke Jacken gekleidet. Wir sind gespannt was uns in den folgenden Tagen im Yellowstone alles erwarten wird...

 

Day 36 bis 41 - Yosemite und Sierra Nevada

Am Tag 36 unserer Reise machten wir uns von unserem Zuhause in Sacramento auf in Richtung Sonora in der Nähe des Yosemite Nationalpark. Bevor wir uns jedoch auf zu unserem Motel machten unternahmen wir noch einen Abstecher in Richtung Outback, um das neue Zielfernrohr auf unserem Luftgewehr auszuprobieren. Nach einigen Justierungen kann man sagen, wir sind schon ganz gute Schützen geworden. 

Für den nächsten Morgen nahmen wir uns wieder einmal vor, früh aufzustehen. Wir hatten einige Meilen zu fahren, der Wecker musste jedoch vier Mal bitten bis wir uns zum Aufstehen bequemten. Mit ein wenig Verspätung machten wir uns auf den Weg in Richtung Yosemite National Park. Und der Park hielt, was er versprach. Schon nur die Auffahrt in Richtung Park bestand aus einer atemberaubenden Kombination aus kargen Hügeln, dichten Wäldern und vertrockneten Büschen. Die Passstrasse fuhr uns auf beinahe 3'000 Höhenmeter an steilen Klippen entlang. Was sofort auffiel war die Absenz von Leitplanken, so passierten wir insgesamt sicherlich nicht mehr als kumulierte 50m Leitplanken an der mehrere Meilen langen Passstrasse.

Im Park angekommen bestaunten wir die tiefen Täler, kargen Felsen, dichten Wälder und weiten Steppen. Wir konnten viele Eindrücke sammeln und erlebten sogar den Sonnenuntergang im Park auf dem Weg in Richtung Bridgeport wo wir unser Nachtlager aufgeschlagen hatten. Dieses Erlebnis, sich in der absoluten Dunkelheit mitten in beinahe unberührten Natur fortzubewegen ist doch schon sehr eindrücklich. Neben uns gab es keine einzige zweite Lichtquelle im ganzen Tal, so konnten wir uns nicht einmal die Konturen der umliegenden Landschaften vorstellen und waren nur froh, die Strasse immer noch unter uns zu sehen.

Am nächsten Tag holten wir noch den in der Nacht untergegangenen Teil des Parks nach und fuhren anschliessend weiter in Richtung Bishop, mitten in der Wüste von Nevada. Das 2'000 Seelen Dorf befindet sich in der absoluten Einöde von Wüste und breiten Tälern, direkt angrenzend an ein Indianerreservat. Es blieb uns ein schieres Rätsel, was Leute dazu treiben kann, sich hier niederzulassen. Man muss sich vorstellen, dass sich das nächste kleine Dorf über hundert Meilen Wüste und Einöde weit weg befindet. Das Dorf selbst bestand aus nicht viel mehr als einer Hauptstrasse und den Shops direkt daran angrenzend. Wir waren also nicht sehr wehmütig als wir Bishop in Richtung Salt Lake City verlassen konnten. Auf dem Weg durch die Wüste von Nevada machten wir nächtlichen Zwischenhalt in Ely. Auch hier das beinahe selbe, triste Bild eines Wüstendorfes inmitten von trostloser Landschaft. Nun, nicht ganz trostlos. Was sofort auffällt ist die sehr hohe Frequenz an Casinos, Spielhöllen und Gentleman's Clubs in diesen Orten. Womöglich könnte sich die gesamte Dorfbevölkerung in die Casinos begeben, ohne das nennenswerte Schlangen entstünden. Es liegt die Vermutung nahe, dass Joe Sixpack aus den grösseren Städten, der Zivilisation und Kind und Kegel in die Wüste flieht, um ein paar Tage oder nur Stunden seine Freiheit und Sünden auslebt. Hier scheinen Gesetzestexte weit weg und unverbindliches Vergnügen nahe. 

Nichts desto trotz waren wir nicht unglücklich, als wir gegen Freitagabend die Lichter von Salt Lake City und mit diesen die einzige grössere Stadt im Nichts zu erblicken. Bei unserem Hostel angekommen waren wir etwas ernüchtert, das es schon sehr kalt und ein wenig ausgestorben schien. Es gab keinen Empfang, einchecken durfte man selber und die Leute scheinen sich Gesellschaft nicht gewohnt und gingen uns meist sofort aus dem Weg. Immerhin lernten wir Florian kennen, mit welchem wir dann noch ein paar Bier am Abend trinken konnten.

Am Samstag nahmen wir uns zu dritt vor, Salt Lake City zu erkunden. Hiermit waren wir ziemlich schnell fertig. Es gibt weder viel zu sehen noch viel zu tun in der Stadt selber. Wir informierten uns über die Mormonen, welche immer noch einen prägenden Eindruck auf das Stadtleben zu haben scheinen, besichtigten ein paar öffentliche Parks und Plätze bis uns das Wetter zu Football im Hostel zwang. 

Zu guter Letzt nochmals ein paar Hinweise in eigener Sache:

Es sind neue Videos und tolle Bilder aufgeschaltet, welche sich lohnen einmal in aller Ruhe durchzusehen. Wir hoffen euch so nochmals eine andere Perspektive auf unser erlebtes zu vermitteln.

Es gibt eine neue Kategorie "Spenden", welche nun live geschaltet ist. Es geht hierbei um unseren Las Vegas Trip und Beni's Geburtstag, für den wir doch einiges Vorhaben..:) Für weitere Details laden wir euch gerne ein vorbeizuschauen. Der Button befindet sich oben rechts.

Day 30 - 35

Den Dienstag wollten wir nochmals damit verbringen, unsere Golf-Skills aufzubessern. So machten wir uns auf zum nächsten Golfplatz. Wir legten also los und merkten, dass wir schon markant besser geworden sind. So mussten wir das Schwierigkeitslevel erhöhen und der Autor dieses Artikels begann damit, nach dem Golfball auch Teile des Schlägers so weit wie möglich zu schleudern. Dies gelang ganz gut und das 3er Eisen musste verletzt ausgewechselt werden. 

Nach diesem Erfolg wollten wir uns auch im Schiessen noch etwas üben. So fuhren wir in Richtung des nächsten Regionalparks, stellten das Auto auf einen Parkplatz und liefen ein paar Schritte ins Dickicht. Dort angekommen durchsiebten wir die mitgebrachten Budweiser-Dosen und hatten viel Spass dabei. Einige Eckdaten zu unserem Luftgewehr: es kommt auf 880FPS, schiesst fast 300m weit, das Projektil kommt auf eine Spitzengeschwindigkeit von 280 Meilen pro Stunde, kostet schlappe 45 Dollar und bringt 1'000 Spass. Bei der Heimfahrt fuhren wir durch den sehr schönen Regionalpark, in welchem sich weite Landschaften, hohe Bäume und karge Hügel abwechselten. Kalifornien hat Landschaftlich wirklich einiges zu bieten. 

Am Mittwoch war Abreise in Richtung Süden angesagt, auf dem Weg dorthin machten wir Stopp im Computing History Museum ganz nahe dem Silicon Valley. Auf unserer Strecke in Richtung Salinas südlich von Santa Cruz erlebten wir nochmals, was sich auf der Fahrt durch den Regionalpark angedeutet hatte. Die Landschaften in Kalifornien sind wirklich einen Besuch wert. Sie sind atemberaubend schön und traurig karg zugleich. Die Ranch, bei welcher wir uns in einem umgebauten Schulbus einquartiert haben, liegt in genau solchem Gebiet mit riesiger Aussicht. Wir kamen gerade rechtzeitig um den Sonnenuntergang zu bewundern und die Bewohner des Hauses kennen zu lernen. Es handelt sich um sehr liebenswerte Leute und zweifellos sensationelle Gastgeber, das spezielle: es ist eine veganische Community. Wir wussten dies eingangs nicht und machten uns direkt beliebt indem wir unseren Schinken, Trutenbrust, Vollmilch und Bier direkt im Kühlschrank verstauten. Klammheimlich machten wir diesen Fehler wieder Rückgängig und hofften, zwischenzeitlich niemanden beleidigt zu haben. 

Für Donnerstag offerierten uns unsere Gastgeber zwei Eintritte ins sehr bekannte Aquarium, welches gleich im anliegenden Ort liegt. Wir verbrachten den halben Tag dort und haben es nicht bereut, das Aquarium ist sehr ansehnlich gestaltet und es gibt eine schiere Vielfalt an Lebewesen zu bestaunen. Den Rest des Tages verbrachten wir mit dem 17-Miles Drive. Hierbei handelt es sich um eine Rundfahrt an der Küste des Pazifiks entlang durch Hügel, Wälder und Küstenlandschaften. Auch hier waren wir von der Natur überwältigt, auf der Fahrt sahen wir von Wüstenlandschaft, über Wald bis Küste alles. Auch die Tierwelt war speziell, so konnten wir gleich mehrmals Seerobben in freier Wildbahn beobachten, Möven und Eichhörnchen aus aller nächster Nähe fotografieren und Hirsche im Wald bestaunen. Die Kehrseite war das leidige Wetter, welches einen Saum aus Wolken und Nebel direkt über der Küste zog und uns so einige Aussichten und vor allem Fotos vergraute. 

Am Freitag stand die Fahrt nach Sacramento an, vorher wollten wir jedoch doch noch einmal über die Golden Gate Bridge fahren und das meisterhafte Bauwerk von der anderen Seite begutachten. Auch hier hatten wir nicht sehr viel Glück mit dem Wetter, jedoch erbarmte sich Petrus für ein paar Augenblicke und wir konnten doch noch einige kurze Momente mit blauem Himmel geniessen und festhalten. Die folgende Fahrt nach Sacramento durch Wüstenlandschaften erwies sich als sehr kräftezehrend, da es hier keine anständigen Strassen (sprich 3 Spuren und weniger) gibt und wir sehr viel Zeit im Stau vor und in Sacramento verbrachten. Endlich angekommen und beinahe ausgehungert mussten wir feststellen, dass unser Host scheinbar ebenfalls im Stau festsitzen muss, das Haus war nämlich verschlossen. So machten wir uns direkt auf ins All-you-can-eat Buffet und nahmen uns sehr viel vor, da unsere letzte Mahlzeit aus einem veganischen Stück Trockenbrot und etwas organischer Marmelade heute Morgen bestand. Voll gesättigt und ein wenig überessen kehrten wir zurück zu unserem Host. Dieser ist ein ca. 50 jähriger, alleinstehender Ex-Soldat (schon der zweite den wir kennenlernen), welcher sehr relaxt wirkt und sich alle Mühe gibt ein guter Gastgeber zu sein. Müde fielen wir in unser pritschenähnliches Bett und schliefen den Schlaf der Gerechten. 

Am Samstagmorgen machten wir uns auf einige Dinge zu erledigen. Wir benötigten Lebensmittel (haben nämlich die Vollmilch im Kühlschrank der Veganer stehen lassen - ups), mussten wieder waschen (haben doch einiges an Ranch-Geruch an unseren Klamotten mitgebracht), bestehende Softwareprobleme behandeln und einige Buchungen für unsere kommenden Aktivitäten tätigen. So haben wir unseren 4-tägigen Las Vegas Trip mit einer Great Room Suite im Mandalay Bay Resort gefixt und für die kommende Woche einen Ausflug in den Yosemite National Park geplant. Am Nachmittag unternahmen wir einen Ausflug nach Sacramento selber, welcher doch eher bescheiden ausfiel da Sacramento definitiv eine der langweiligsten Städte ist, welche wir bisher besichtigt haben. So kamen wir nicht all zu spät nachhause und unterhielten uns mit unserem Host Tom.

Den Sonntag haben wir mangels Möglichkeiten als Ruhetag definiert.

Zum Ende gibt es noch zwei Dinge in Sachen Blog zu sagen:

Da wir in der letzten Zeit mit einigen Software-Problemen zu kämpfen hatten sind die Bilder in Verzug geraten und jene, welche schon aufgeschaltet sind, nicht in gewünschter Qualität vorhanden. Diese Probleme sind jedoch nun behoben und wir rechnen damit, die Foto- sowie Videogalerie in den nächsten Tagen auf den neuesten Stand zu bringen. 

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt gibt es eine neue Rubrik "Anekdoten". Hier werden wir die kleinen Erlebnisse und Erfahrungen des Alltages publizieren, welche keinen Platz in den Texten gefunden haben aber doch einen Eindruck in unser Reiseleben vermitteln.

Day 28 &29

Am Sonntag kurierten wir nochmals einen Kater aus, da am Samstagabend nach zwei, drei Hülsen Gerstensaft die Kopfschmerzen vergessen gingen und wir heute nochmals von vorne beginnen durften. Wir schliefen also aus, machten einen Bummel durch die Market Street, sandten wie wild Buchungsanfragen für die kommenden Tage (Montag und Dienstagnacht in Fairmont konnten wir uns schon sichern) und machten uns allgemein einen ruhigen Tag, sowie Abend. 

Am Montag in der früh machten wir uns auf in Richtung Alamo Autoverleih, wo wir unser Auto übers Internet reserviert haben. Wir trauten der ganzen Sache nach wie vor nicht ganz, denn bis jetzt war eigentlich noch kein Preis im Internet endgültig, irgendwelche "Best Location Fee", "One Way Fee" oder "State Fee" wurden immer noch im Nachhinein hinzugezogen. Wir wurden also beim selben Angestellten wie schon bei Vlog Tag 27 nach einer bequemen Wartezeit von 50min vorstellig und hofften, keine bösen Überraschungen zu erleben. Nachdem wir die obligaten Zusatzversicherungen, Road Assistance und Upgrades abgelehnt hatten, stellte sich heraus das wir das Auto definitiv zum angegebenen Preis ohne Tricks und Hintertürchen erhalten werden. Obendrauf konnte uns unser liebster Dave von Alamo noch ein Gratis-Upgrade organisieren, was uns natürlich speziell freute. Und das Upgrade hatte sich gewaschen. Anstelle unseres kleinen Kompaktwagens erhielten wir den hier abgebildeten Nissan Pathfinder:

Wir fuhren also voller Enthusiasmus los in Richtung Silicon Valley, welches wir unbedingt noch besichtigen wollten. Das Auto ist wirklich Gold wert, neben der Fülle an Raum welche wir nun zur Verfügung haben sind auch die zahlreichen Schlaglöcher, Unebenheiten und Auffahrten kein Problem mehr. So kamen wir beim Computer History Museum an, welches aber Montags leider geschlossen ist. Trotzdem konnten wir ein selbstlenkendes Auto und die Technologie dahinter bewundern, was doch schon einen sehr futuristischen Eindruck hinterliess. 

Anschliessen machten wir uns in Richtung Walmart auf, um endlich einmal etwas einzukaufen, was auch gekocht werden kann. Nur von Fastfood und Take-Aways zu leben ist nicht nur Ernährungstechnisch diskutabel, sondern auch finanziell mehr Fluch als Segen. So kauften wir Brot, Schinken, Käse, Luftgewehr, Spaghetti, Budweiser, Tomatensauce und ein wenig Frühstück ein. Nach der Ankunft bei unseren neuen Host war aber ein anderes Bedürfnis das wichtigere: Waschen! Mit vollen Tüten und Waschpulver verbrachten wir die nächsten zwei Stunden in einer Laundry. Wir hatten zwar einige Anlaufprobleme, schlussendlich wurde jedoch alles mindestens einmal Nass...

Am Abend bekochten wir uns kulinarisch wertvoll mit Spaghetti und Tomatensauce, den morgigen Tag haben wir soweit noch nicht verplant. 

Day 24 - 26

Mittwochs stand der Transfer in Richtung San Francisco an. Der Flug verlief ohne Zwischenfälle und pünktlich - fast schon langweilig. San Francisco begrüsste herzlich in der Metro mit einer Delegation bestehend aus einem Bier-Rülpsenden Hafenarbeiter hinter uns, einer herrlich stinkenden, Selbstgespräche führenden Dame vor uns und einer halb vollen, herumrollenden Bierdose. So weit so gut...

Der zweite Eindruck war jedoch deutlich besser. San Francisco ist eine Stadt mit sehr europäischem Touch. Die grossen Strassen sind gesäumt von Geschäften und Malls, die Strassen sauberer und der Verkehr geregelter. Was jedoch trotz all dem auffällt, ist die hohe Anzahl der Obdachlosen und offensichtlich Drogenabhängigen in Downtown. Bisher haben wir hier die höchste Anzahl an dubiosen Gestalten pro Quadratmeter festgestellt. Unbeeindruckt hiervon zogen wir jedoch in unser Hostel, welches sehr zentral gelegen ist. Wir wurden in einem Vierbett-Zimmer einquartiert wo wir sofort Kontakt mit K (Wir haben seinen Namen vergessen, daher nennen wir ihn provisorisch so, bis wir mehr wissen...) aus Südkorea knüpften. Anfangs schien er zwar noch ein wenig reserviert, nach ein paar Bier in der "Lobby" taute er jedoch auf und wir sprachen über Gott und die Welt, bis und die zwei Stunden Zeitverschiebung einholten und wir uns auf in unser Bett machten.

Am nächsten Morgen wollten wir als erstes natürlich die Golden Gate Bridge besichtigen. Wir informierten uns also über die Busverbindungen und machten uns sogleich auf. Während der Busfahrt lernten wir einen ehemaligen US Soldaten kennen, der nun eine Art Resozialisierungsprogramm zu absolvieren scheint. Er war sehr interessiert und freundlich, so sprachen wir über die grossen Unterschiede zwischen Europa (Er war eine längere Zeit in Deutschland stationiert) und den USA, sowie die Amerikaner als Volk. Leider war im Bus die Atmosphäre nicht sehr passend um die Fragen zu stellen, welche man einem US-Soldaten am liebsten stellen möchte, aber ok. Immerhin haben wir ein wenig den Puls der Army gespürt.

Angekommen an der Golden Gate Bridge konnten wir sehr gut nachvollziehen, warum sie das meist verwendete Fotomotiv der Welt ist. So kamen auch wir nur schwer aus dem Fotografieren und staunen heraus. Weiter ging es nach dem Tipp vom Soldaten in Richtung Fishermans Wharf, von wo aus wir einen herrlichen Blick auf Alcatraz genossen. Hier fanden wir das erste Mal, was wir in den anderen Städten lange vergeblich gesucht haben. Nämlich eine Ansammlung von verschiedenen Restaurants, welche auch Aussenplätze anbieten und zum hinsetzen und verweilen einladen. Jedenfalls gab uns San Francisco endlich wieder einmal das Gefühl zuhause zu sein und wie in der Heimat 5 Dollar für einen winzigen Corn Dog zu bezahlen. San Francisco hat seinen Preis...

Den Abend verbrachten wir als spontane San Francisco Giants Baseball-Fans in einer Sportsbar, welche ganz uncoole ID-Kontrollen machen. Daher zog es uns bald einmal zurück in die Hostel Lobby, wo alle Anwesenden Bier trinken durften.

Heute Freitag wollen wir vor allem einmal versuchen, in einem Reisebüro die nächsten Tage und evtl schon ein paar Wochen weiter zu planen. Wir haben nämlich noch überhaupt keine Ahnung wie es weitergehen soll. 

Des Weiteren sei hier erwähnt, dass sich einige Neuerungen und Projekte für den Blog in Arbeit befinden. Diese werden in den nächsten Tagen hoffentlich zur Vollendung kommen und hier publiziert - also dran bleiben ;-)

Day 19 - 23

Als wir uns am Folgemorgen auf die Suche nach dem Haus unseres neuen Hosts machten,  unternahmen wir zuerst einen Abstecher auf die Pistol Shooting Range eines Waffenhändlers in den Vororten von Chicago. Zuerst wurde jedoch ein Security-Check in Form eines Formulars durchgeführt. Die Amerikaner drücken nämlich nicht jedem dahergelaufenen Dödel eine geladene Waffe in die Hand. Als wir die Frage stellten, wofür der Arbeitgeber angegeben werden muss antwortete uns der sehr hilfsbereite Angestellte: "Ehm, just write Student, it's alright." So weit so gut...

Nachdem wir uns etwas in Selbstverteidigung geübt hatten fuhren wir weiter durch die endlosen Vororte von Chicago, wo auch unsere neue Host Kelly wohnt. Dort angekommen wurden wir von der sehr lebhaften und liebenswerten Hundedame Bella lautstark begrüsst. Das Haus befand sich in einer klassischen amerikanischen Neighborhood mit breiten, in Schlangenlinien verlaufenden Strassen welche von den Einfahrten, einigen Bäumen und dem Rasen vor jedem Einfamilienhaus gesäumt wurde. Wir hatten das erste Mal das Gefühl, man könnte es in Betracht ziehen hier zu leben. Es war sehr ruhig und gediegen und man fühlte sich sicher (Was nicht alle unserer vorherigen Unterkünfte von sich behaupten konnten). Kelly ist eine ca. 45-jährige, tiefgläubige und aufgestellte Frau. Sie zeigte uns ihr gesamtes Teesortiment und erzählte auch einiges von sich und ihren erwachsenen Töchtern. Uns blieb jedoch nach wie vor der Eindruck, in einer Art Testphase zu sein. Ein wenig skeptisch blieb sie wahrscheinlich ihren beiden männlichen Gästen von Übersee. Mit kleinen Gesten und Freundlichkeit versuchten wir, dies ein wenig zu überbrücken.

Topfit und ausgeschlafen machten wir uns am nächsten Tag auf, unser Outfit zu komplettieren. Auf dem Weg zum nächsten Outlet wurde uns nochmals die schiere Grösse und Weite der Städte und vor allem der umliegenden Gebiete bewusst. Wir haben es geschafft, fast eine ganze Stunde lang nur geradeaus in Richtung Chicago zu fahren, ohne nur eine einzige Lücke zwischen den Häuserreihen zu entdecken, geschweige denn die Vororte zu verlassen. Nach dieser Stunde waren  wir noch nicht einmal wirklich in der Nähe von Downtown, wahrscheinlich hätten wir noch locker eine weitere Stunde fahren können bis die Häuser langsam aber sicher höher würden.

Am Abend setzten wir uns noch ein wenig mit Kelly zusammen, welche doch schon einiges aufgeschlossener wirkte. Wir redeten ein wenig und mussten langsam aber sicher feststellen, dass sehr viele Vorurteile über die amerikanische Durchschnittsbevölkerung stimmen. So ist Kelly der festen Überzeugung das 1. die ISIS bald über die Mexikanische Grenze in die USA marschieren wird, 2. die Grenze zu Kanada weitaus besser gesichert ist als die "totally open border" in Richtung Mexiko und 3. es keinen einzigen gemässigten Muslimen auf dieser Welt gibt. Mit diesen Eindrücken und nur wenig Gegensteuer unsererseits (Man ist ja schliesslich Gast) ging es dann ins Kino.

Am Sonntagmorgen hatte uns Kelly Frühstück bereitgestellt und in Richtung Kirche verlassen. Wir gingen also nochmals die Strecke in Richtung Autoverleih, wo wir heute unser Auto abgeben mussten durch, und buchten ein Hotel für eine Nacht ganz in der Nähe. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, im Hotel Football zu schauen und unseren Bahamas Trip im Dezember fix zu planen und auch direkt zu buchen.

Folgetags ging es ganz allein und ohne überlebenswichtiges Auto in Richtung Chicago, wo uns unsere nächste Host erwartete. Wir hatten unsere liebe Mühe mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, denn für die Strecke vom Hotel zum neuen Zuhause würde mit dem Wagen gerade einmal 35min in Anspruch nehmen. Mit Metro, Bus und Bahn beträgt die Reisezeit schlappe zweieinhalb Stunden, hierunter fiel eine einstündige Busfahrt über sagenhafte 130 Haltestellen. Nach diesem Erlebnis freuten wir uns auf unsere neue Unterkunft. Wie wir bald feststellten befand sich diese in einer Kinderkrippe. Wir freuten uns also schon auf den ganz persönlichen Wecker. Bevor es zu Bett ging machten wir uns jedoch noch auf ins Kino, wo wir uns für den Bestpreis von USD 5.50 die Komödie "Let's Be Cobs" anschauten. Wir schafften es sogar in einer Sportsbar zwei Bier zu bestellen, der Bart ist also lange genug. :-)

Heute Dienstag stand Sightseeing Chicago auf dem Plan. Die Stadt schien sich jedoch nicht über unseren Besuch zu freuen und versteckte sich in einer grauen Hülle aus Nebel und Regen. Wir liessen uns jedoch nicht abschrecken und wagten uns, bewaffnet mit nigelnagelneuer Regenjacke und Billigschirmen, aus dem Haus in Richtung Zugstation. 

Und es hat sich gelohnt. Chicago ist eine sehr belebte, interessante und vor allem hohe Stadt. Es kommt sehr vieles sehr nahe an unsere Erfahrungen in New York heran, jedoch kann man sagen hat Chicago sehr wohl seine eigene Note behalten. Der Verkehr scheint geregelter und nicht jeden Moment zu kollabieren, die Strassen sauberer und die kleinen Details gepflegter. Alles in Allem kann man sagen, Chicago ist eine Art kleines New York, jedoch mit ein wenig mehr Raum für den einzelnen und mehr Liebe fürs Detail. 

Wir planten, Abends einmal etwas besser essen zu gehen, als wir dann jedoch entschlossen unser Zugticket komplett zu nutzen. Wir landeten schlussendlich im Burgerking, wo wir uns für den morgigen Flug in Richtung San Francisco schon einmal stärkten.

Day 17 & 18

Nach der wenig erholsamen Nacht machten wir uns noch etwas müde auf den Weg in Richtung Detroit. Wenn man von dieser Stadt spricht oder erzählt, dass man bald dorthin gehen will, bekamen wir in der Regel immer dieselben Reaktionen zurück: ein müdes Grinsen welches man bis zu Mitleid deuten kann, ein Augenverdrehen und die obligate Frage "Why?". Da wir diese Frage oftmals selbst nicht wirklich beantworten konnten folgten meist gut gemeinte Warnungen wie: "You gonna have no car anymore if you get out of the city", oder "They gonna steal everything" und unser persönlicher Favorit: "You gonna die!". 

Da es aber eh nicht schlimmer werden konnte als im Apartment machten wir uns auf in die Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate der USA, wo 30% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben, wo auf 100 Einwohner 27 Jobs kommen, wo über 80'000 Häuser leer stehen und die Karriere des letzten Bürgermeisters im Knast endete. Und der Anblick war atemberaubend!

Es ist eine Stadt, welche eine sehr spezielle Atmosphäre versprüht. Es ist auf den allerersten Blick ersichtlich, dass die Stadt über 60% ihrer ursprünglichen Bevölkerung eingebüsst hat. Die Strassen quasi leer, in Downtown Auto zu fahren ein Kinderspiel, überhaupt nicht zu vergleichen mit NYC oder Washington D.C. Man spürt die sterbende Stadt förmlich, arme Seelen und zwielichtige Gestalten halten sich die Waage mit jungen, ambitiösen Geschäftsleuten voller Tatendrang, etwas zu verändern. Aber diese scheinen nur ein Tropfen auf den heissen Stein zu sein, die Stadt scheint sich im K.O. Zustand zu befinden. Wartend. Nur auf was? Auf den finalen Todesstoss? Auf eine Wiedergeburt? Auf eine zündende Idee? Ein sehr spezielles Gefühl, die leeren Strassen und Parks zu besichtigen. 

Voller dieser Eindrücke setzten wir uns in eine Hotdog Bude, wo wir sogleich vom Besitzer im Empfang genommen wurden. Er war jedoch bald wieder weg und wir bestellten unser Essen. Nach einiger Zeit kam er wieder zurück und begann mit den Worten: "Guys, I seriously have to talk to you. My great-grandfather started this Business in 1907....blablabla....and then it was voted the Best Chili Hotdog all over the world. It was voted better than the ones in Canada, in Japan, in France, in all over America. The Restaurant was in TV for its Hotdogs and Famous Stars came here just for the Hotdogs. It was voted the best for several times, so we are very proud of this achievement. And now I see you guys eating a FUCKING GREEK SALAD! I'll get you a Hotdog". So kamen wir dann doch noch in den Genuss des wirklich besten Hotdog, den wir bisher hatten!

Am Abend waren wir dann mehrheitlich damit beschäftigt, nicht zurück ins Apartment gehen zu müssen. So stolperten wir quasi per Zufall in eine Stand-Up Comedyshow. Die Comedians waren sehr witzig, leider konnten wir uns keinen einzigen Namen merken. Auch waren wir damit beschäftigt, Unterkünfte für die nächsten Tage zu finden. Es schien ein wenig der Wurm drin zu sein, es hagelte nur noch Absagen. Das Auto muss am Sonntag in Chicago sein und in Sachen Hotels scheint Chicago ein ziemlich teures Pflaster zu sein. Unser Host in Chicago kann uns leider erst ab Montag in Empfang nehmen, bis dahin hatten wir unsere liebe Mühe in unserer Preisklasse Hostels/AirBnB/Hotels oder Couchsurfing zu finden. Wir entschieden uns, auf dem Weg in Richtung Chicago in einem Inn zu übernachten und hofften darauf, dass eine der noch gängigen Anfragen für die nächsten Tage angenommen wird. 

So landeten wir in Portage am Lake Michigan. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Golf und Thursday Night Football. 

Day 15 & 16

Am Montag ging es nochmals kräftig einkaufen im nahen Outlet. Wir konnten beide unsere Outfits beinahe komplettieren, die so dringend gebrauchten neuen Koffer haben wir ebenfalls unglaublich kostengünstig erstanden. Des Weiteren ist bemerkenswert, dass wir der Gesellschaft hier zuliebe je USD 5 an die "Breast Cancer Awareness Foundation" gespendet haben. Ganz unerwartet erhielten wir danach fünf 25% Rabattgutscheine für die Stores im Outlet - wir haben es jedoch für die Menschen getan. 

Apropos Menschen. Nach zwei Wochen Ami-Life hat sich je länger je mehr das Gefühl bestätigt, dass der Durchschnittsamerikaner absolut paranoid ist. Seit wir hier sind kennen wir aus der Werbung mindestens 33 neue Krankheiten auf die man sich allerdringenstens untersuchen lassen sollte, haben im Walmart Shotguns neben Socken zu mitnehmen gesehen und mindestens fünf Mal an einer Raststätte oder sogar gross auf dem Highway aufgehängte "Wanted" Plakate gesehen, welche jeweils vor bewaffneten (wie kommen die nur an die Waffen ran..?) und extrem gefährlichen Personen warnen, welche frei herumlaufen. 

Nichtsdestotrotz haben wir uns mutig in unser Auto gesetzt und sind am Abend den bis jetzt wahrscheinlich besten Burger bei Five Guys essen gegangen. Während wir da so sassen kam immer wieder der Angestellte vorbei, welcher unsere Bestellung entgegengenommen hat. Er fing immer wieder an zu reden von Löhnen, wie viel Geld er spart, dass er wieder bei Mami wohnt um noch mehr Geld zu sparen und dass er einen Trip in die Schweiz plant. Als wir dummerweise erwähnten, dass wir aus ebendieser Schweiz kommen, war er Feuer und Flamme und erwartete spontan von uns, dass wir jeden einzelnen Berg auf Schweizer Boden kennen und ihm sagen können, wie gut dieser besteigbar ist. Als er langsam zu begreifen schien (Es gibt einen Grund das er in einer Fastfoodkette arbeitet), dass dem nicht so ist lud er uns ein bei sich am Abend ein Feuer zu machen und über die tolle Schweiz zu reden. Er würde auch ein paar Freunde einladen und das würde lustig, er wohne auch ganz in der Nähe von unserem "Motel". Wir tauschten also Nummern aus und planten später auf ein, zwei Bier vorbeizuschauen. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Gute ziemlich weit weg wohnte und er auch keine Freunde da sein werden. Da wir beide Fahruntüchtig waren, er uns scheinbar nicht holen konnte und wir so oder so nur zu dritt wären sagten wir die Einladung dankend ab.

Am nächsten Morgen sollte es auf die Indoor Pistol Range gehen, anschliessend in Richtung Detroit aufgebrochen werden. Bei der Range angekommen mussten wir leider feststellen, dass nur unter vorweisen eines Amerikanischen Führerausweises geschossen werden darf. Da wir beide über keinen solchen verfügten und der schrullige alte Kerl nicht ganz unglücklich darüber zu sein schien brachen wir die Zelte in Richtung Detroit ab.

Nach etwas mehr als fünf Stunden Fahrt kamen wir in unserem Apartment an, welches in einem von aussen sauber und modernen Block lag, von innen aber einige Baufälligkeiten aufwies und das wir uns mit 4 anderen teilen durften. Unser "Zimmer" war mit einem Tuch vom Rest des Wohnzimmers abgetrennt. Im Wohnzimmer schlief ein netter Herr, welcher uns in der Nacht lautstark an jedem Atemzug teilhaben liess. Wenn nicht dies, dann raubte uns der nahe gelegene Highway den Schlaf. Aber wenigstens wars billig...

Day 12, 13 & 14 - Washington D.C.

Nach einigen Problemen mit den in sich verknoteten und sich wild teilenden Strassennetzen haben wir es zu unserem neuen Host James geschafft, der in einer ganz akzeptablen Neighborhood in einem kleinen Mehrfamilienblock wohnt. Die Wohnung versprühte einen aktiv aggressiven Airwick-Duft, welcher in uns spontan das Bedürfnis nach einem geöffneten Fenster hervorrief. Ansonsten ist die Wohnung aber sehr modern eingerichtet und ausgestattet mit High-Speed Wifi (für einen von uns war das sehr wichtig und beeindruckend), Beamer, Pay-TV (konnte uns nur leider niemand erklären wie die Kiste funktioniert), Xbox und Chromecast. Wir nahmen uns vor, zu Doughnuts Football zu schauen. Da jedoch - wie schon erwähnt -  der Kasten fürs Fernsehen sich nicht sehr gut mit dem Beamer verstand blieb uns nichts anderes übrig als einfach einen Film zu schauen was auch ganz in Ordnung war.

Am darauffolgenden Tag war ein erstes Mal Sightseeing D.C. angesagt. Wir besichtigten das Capitol, das Original der Unabhängigkeitserklärung und erste Verfassung der USA, das Washington Monument, das Weisse Haus, das Vietnam-War Memorial und auch das Lincoln Memorial. Alles in allem machte das ziemlich viel Laufweg aus, laut dem Kalorienrechner von Brigitte.de haben wir an diesem Tag rund 1'900 Kalorien verbrannt - Zeit für Burger!

Am zweiten Tag stand der Arlington Cemetry auf dem Programm. Zunächst hatten wir uns jedoch für eine Besichtigung des Capitols eingeschrieben, worauf wir uns sehr freuten. Wir standen also in der Schlange um auf unsere Führung zu warten und waren gerade erst fertig damit uns über die Leute aufzuregen, welche auch nach dem 22-igsten Hinweis nicht begriffen hatten das weder Wasser noch Snacks im Inneren erlaubt waren, als aus dem Nichts eine Welle aus knallbunten Farben und schnatternder Teenager hinter einer Ecke auftauchte und sich ungefragt hinter uns einreihte. Hierbei handelt es sich um den schlimmsten Albtraum eines jeden braven Bürgers, denn diese Gruppe aus selbst gemachten T-Shirts aus möglichst allen Farben des Regenbogens versprühte einen Geräuschpegel der nahe dem eines Justin Bieber Konzertes kommt. Das Glück des Tüchtigen stand uns glücklicherweise zur Seite und wir durften das Innere des Capitols in einer anderen Gruppe besichtigen.

Der Arlington Cemetry war sehr eindrücklich, so muss man sich vor Augen führen das jeder einzelne weisse Grabstein in Zusammenhang mit einem Toten aus der US Army steht. Ein Highlight war die Wachübergabe am Tomb of Unknown Soldier, welche ein ganzes Ritual darstellt. 

Danach ging es etwas früher als sonst zurück ins Apartment, da wir die nächsten Tage planen wollten. Das Auto haben wir noch bis 12. Oktober und bis dahin sollten wir in Chicago sein. Wir entschieden uns, ab Dienstag in Detroit zu sein. Des Weiteren wollten wir nochmals einkaufen gehen. Wir planten am Montag einzukaufen und irgendwo in der Nähe von Pittsburgh zu übernachten. So kam es das wir am nächsten Tag noch ein letztes Mal in D.C. verweilten und uns aufmachten irgendwo in Richtung Pittsburgh zu übernachten. Wir schafften es bis in die Vororte und fanden ein gammliges, altes Motel in welchem wir nun zwei Nächte verweilen.

Day 11 - Gettysburg

Der Plan heute war, das Schlachtfeld von Gettysburg genauer in Augenschein zu nehmen und das dazugehörige Museum zu besichtigen. In Gettysburg fand vom 1. bis 3. Juli 1863 die grösste und blutigste Schlacht statt, die jemals auf amerikanischem Boden geschlagen wurde. Die beiden Armeen der Nord- und Südstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg schenkten sich keinen Meter des Schlachtfeldes und manche Positionen wechselten mehrmals den Besetzter. Die Überreste davon, als gut 90'000 Mann der Unionstruppen und über 70'000 Konföderierte aufeinander trafen sind heute noch ersichtlich. So gibt es in manchen Häusern immer noch die Einschusslöcher der Musketen, Steinwälle welche zur Deckung hastig aufgetürmt wurden kann man besichtigen und die genauen Verläufe der Schlacht sind im Museum und durch die Guides sehr nachvollziehbar dargestellt. Wir haben uns für eine Bustour über das ehemalige Schlachtfeld entschieden, was sehr eindrücklich war. Unser Guide war aber mindestens so interessant wie das Geschehen auf dem Schlachtfeld selbst. Er redete wie in Trance immer schneller und schloss hierzu manchmal die Augen um sich besser konzentrieren zu können. Er schien wie einen kleinen Motor in sich zu haben, bei welchem man nur den Startknopf zu drücken braucht und er wirft sofort in Sekundentakt mit Wörtern um sich. Was er gesagt hat war jedoch sehr interessant und brachte uns die Geschehnisse ein grosses Stück näher.

Danach besichtigten wir das sehr eindrückliche Museum, bevor es aufging in Richtung Washington. Nach einigen Mühen mit dem Strassennetz in Washington fanden wir unseren Host James, der eine sehr moderne Wohnung unweit vom Zentrum besitzt. Er ist ausgerüstet mit Beamer, Chromecast, Soundanlage und Xbox. Wir werden also auf jeden Fall gemütliche Tage verbringen. Den Abend verbrachten wir dann noch mit Dunkin Donuts, Doritos und Bier. 

Morgen steht Sightseeing Washington an, darauf sind wir schon sehr gespannt.

Day 10 - Chiiiiillen

Heute gab es zwei Programmpunkte: Walmart und Championsleague. Zunächst fuhren wir zum nahegelegenen Walmart um ein paar Besorgungen zu machen. Für das Fussballspiel bestellten wir Domino's Pizza direkt aufs Hotelzimmer, es fehlten nur noch Doughnuts. Als wir leider feststellen mussten, dass Dunkin Donuts eine halbe Stunde entfernt ist, waren wir etwas enttäuscht. Da wir uns schon etwas an den Lifestyle hier gewohnt haben überlegten wir uns zwar, für eine Schachtel Doughnuts eine Stunde Auto zu fahren, die Vernunft obsiegte jedoch zuletzt. 

Den Rest des Tages verbrachten wir glücklich und zufrieden bei Pizza, Bier, Chips und Champions League im Hotelzimmer.

Morgen sollte es nun definitiv nochmals etwas mehr Bewegung sein, bis dahin sagen Bilder mehr als tausend Worte...

Day 9

Bevor wir mit diesem Tag und unserem kurzfristig umgestellten Reiseplänen beginnen, ist noch ein Nachtrag zum gestrigen Abend zu liefern.

Als wir uns zu Anthony setzten und das Dinner bestehend aus Teigwaren, Würstchen, gemischten Salat und Bolognesesauce genossen, führten wir zunächst standard-Smalltalk. Es ging dann etwas tiefer und bald um Religion, weiter um den Grund wieso Menschen überhaupt glauben über die Definition eines Glauben bis zu dem, was einen Menschen wirklich antreibt und was ein Gedanke ist, resp. wo er herkommt. Was wir beide mit der Zeit spürten war, dass uns hier ein einfacher Mann mitten im Ghetto von Philadelphia ohne grosse Ambitionen und Perspektiven gegenüber sitzt, der aber zu sehr vielen Themen sehr fundierte und sehr überlegte Meinungen hat. Zu allem wusste er etwas zu sagen, zu jedem Thema (und wir haben sehr vieles gestreift) konnte er mindesten 15min lamentieren und seine Meinung konnte er in jedem Fall begründen und auch nachvollziehbar darstellen. Auch wenn seine Ideale und Meinungen teilweise in die Spiritualität gehören, konnte er von sich behaupten, dass er für sich die Antworten auf die grossen Fragen, welche sich die Menschen stellen, gefunden hat. Wir waren sehr beeindruckt und gingen mit diesen Eindrücken in Richtung Zimmer, um unsere nächsten Reisepläne zu schmieden.

Das Ziel war Nach wie Vor Washington D.C. Jedoch trieb uns unsere Unterwäsche- und T-Shirt Not so bald als möglich in den nächsten Outlet. Dieser lag in Richtung Landesinnere und somit nicht auf dem Weg nach Washington. Daher stellten wir kurzerhand den Plan um und setzten das Ziel in Gettysburg. Dort planten wir die geschichtsträchtige Stätte der blutigsten Schlacht welche jemals auf amerikanischem Boden geschlagen wurde zu besichtigen. 

So verbrachten wir den Tag im Outlet Store, welcher entgegen aller Erwartungen kein WLAN zur Verfügung stellte. Dies erschwerte die Suche nach einer Bleibe in oder um Gettysburg erheblich. Des Weiteren lernten wir, dass Anfragen auf Couchsurfing ein paar Stunden vor Eintreffen selten von Erfolg gekrönt sind...

So fanden wir uns um 19:30 in einer Raststätte irgendwo zwischen Philadelphia und Gettysburg wieder, ohne jeglichen Plan wo die Nacht verbracht werden soll. Wie der Zufall es manchmal so will fanden wir im Internet (zu welchem wir endlich Zugang haben) ein Hotel, welches ein Doppelzimmer in Gettysburg für USD 60 anbot. Wir buchten sofort und waren eine Stunde später vor Ort. Das Angebot war so gut, das Zimmer passte dermassen perfekt das wir direkt eine zweite Nacht dazu buchten. 

Den folgenden Tag planten wir ebenfalls um und beschlossen, einen Ruhetag einzulegen. Wir erfuhren das sogar die Championsleague-Partien vom Abend übertragen wurden, somit stand das Tagesprogramm und wir genossen ESPN und tbs für den Rest des Abends.